11.06.2019 - Bilanz/Axpo steigert das Ergebnis im ersten Geschäftshalbjahr

Der Schweizer Energiekonzern Axpo hat im ersten Halbjahr 2018/19 (1. Oktober 2018 bis 31. März 2019) das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 55,4 Prozent auf 403 Millionen Schweizer Franken. Wie die Axpo Gruppe weiter mitteilte, blieb der Umsatz auf Niveau der Vorjahresperiode bei 2,55 Milliarden Franken. Das Unternehmen führt die positive Geschäftsentwicklung vor allem auf die höhere Stromproduktion, die Auslandsaktivitäten sowie die anhaltende Kostendisziplin zurück.

Die höhere Verfügbarkeit der Atomkraftwerke Beznau und Leibstadt sowie das sehr gute Handelsergebnis haben nach Angaben von Axpo die nochmals tieferen Strompreise überkompensiert. Unterm Strich lag das Unternehmensergebnis bei 435 Millionen Franken nach 239 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Axpo verstärkt seine Aktivitäten im Bereich erneuerbare Energien mit der geplanten Übernahme

des französischen Photovoltaik-Unternehmens Urbasolar. "Die gute operative Leistung im Halbjahr bestätigt die auf Wachstum, Optimierung und Diversifikation ausgerichtete Strategie von Axpo", erklärte Vorstandschef Andrew Walo. Im Ausland baute der Energieversorger seine profitablen Geschäftsfelder mit maßgeschneiderten Energielösungen im Kundengeschäft aus. Auch das Geschäft mit langfristigen Direktabnahmeverträgen für Ökostrom (PPA - Power Purchase Agreements) erweiterte Axpo. Diese PPA mit Windpark- oder Solaranlagenbetreibern ermögliche oftmals den Ausbau erneuerbarer Energien ohne Subventionen. Im Halbjahr 2018/19 konnte Axpo mehrere PPA in Skandinavien sowie weitere Verträge in Polen, Spanien und in Frankreich abschließen.

Allerdings erwartet Axpo, dass die zu Tiefstpreisen von 2016 abgesicherte Stromproduktion des laufenden Geschäftsjahrs das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 150 Millionen Euro belasten wird. Operativ geht Axpo deshalb von einem anspruchsvollen zweiten Halbjahr aus. Ab dem Geschäftsjahr 2019/20 will Axpo wieder von den anziehenden Strompreisen in Euro profitieren.

MBI/aul/11.6.2019

Weitere Plattformen der MBI Infosource