03.12.2019 - 377 MW im Oktober/Solarzubau 2019 deutlich über Zielkorridor

Im Oktober ist der Neubau geförderter Photovoltaikanlagen in Deutschland nochmal deutlich gewachsen auf 377,6 Megawatt (MW) nach rund 287 MW im September. Das geht aus aktuellen Daten der Bundesnetzagentur in Bonn hervor. Im August hatte der Zubau von Solarkapazitäten bei 321 MW gelegen und im Juli bei 302 MW.



Damit liegt der Solarzubau bis Oktober in diesem Jahr insgesamt bei 3.344 MW. Bis Jahresende rechnen Marktteilnehmer mit einem Neubau von rund 4.000 MW. Damit ist der gesetzliche Zubaukorridor von 2.500 MW pro Jahr bereits jetzt schon klar überschritten. Das bedeutet, die Kürzung der Förderhöhe nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) fällt im nächsten Jahr stärker aus.



Dennoch dürfte der Neubau von Solaranlagen 2020 so weiter gehen, vorausgesetzt der so genannte Solardeckel von 52.000 MW für die EEG-Förderung wird aufgehoben. Bislang liegt die installierte Gesamtleistung an geförderten Solaranlagen per Ende Oktober bei 49.273 MW. Für die Branche bzw Investoren bedeutet dies eine große Unsicherheit, dass der Deckel bald erreicht sein wird.



Die Bundesregierung hatte zunächst die Aufhebung des Deckels im Plan und in den ersten Entwürfen des Wirtschaftsministeriums für eine Gesetzänderung vorgesehen. Allerdings wurden die Regelungen zum EEG kurzerhand vom Energiepaket (bekannt als Kohleausstiegsgesetz) gestrichen und dürften nach Angaben aus Branchenkreisen erst im neuen Jahr in Form einer größeren Novelle wieder auf die Tagesordnung kommen.

Ali Uluçay

MBI/aul/3.12.2019

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