09.03.2018 - Entwicklung künstlicher Intelligenz: EU-Experten sollen Ethikstandards ausarbeiten

BRÜSSEL -- Eine Gruppe von Experten soll bis Ende des Jahres Leitlinien dafür vorschlagen, wie künstliche Intelligenz auf der Basis der EU-Grundrechte ethisch vertretbar entwickelt und eingesetzt werden kann. Bis Mai soll die Gruppe gebildet werden, Bewerbungen sind bis zum 9. April möglich, teilte die EU-Kommission am Freitag mit. Auf der Technologie ruhen große Hoffnungen zur Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen in vielen Bereichen, von besserer Gesundheitsversorgung über mehr Verkehrssicherheit bis zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft. Es stellen sich aber auch viele Fragen, wie sich künstliche Intelligenz auswirkt, etwa auf die Zukunft der Arbeit und das geltende Recht.

„Voraussetzung für die Entwicklung künstlicher Intelligenz sind Daten, Superrechner und mutige Investitionen, flankiert von einer breiten öffentlichen Debatte und der Achtung von Ethikgrundsätzen“, sagte Andrus Ansip, der für den digitalen Binnenmarkt zuständige Vizepräsident der EU-Kommission. „ Wie immer ist Vertrauen die Voraussetzung für die Nutzung von Technik.“

Die Expertengruppe soll sich etwa damit beschäftigen, wie sich künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt und auf gesellschaftliche Entscheidungsprozesse auswirkt und welche Fragen in Bezug auf Fairness, Sicherheit, Transparenz oder Haftungsrecht zu beantworten sind. Sie soll die Kommission auch beim Aufbau einer „Europäischen Allianz zur künstlichen Intelligenz“ beraten, in der viele Interessensgruppen vertreten sein sollen und bei der Umsetzung einer Initiative zur künstlichen Intelligenz helfen, die die Kommission für April ankündigt.

MBI/fra/9.3.2018

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