08.11.2018 - Update/Nach Schiffskollision/Gassco fährt Anlagen wieder hoch

Der norwegische Gas-Infrastrukturbetreiber Gassco fährt derzeit die Pipeline Vestprosess und der Verarbeitungsanlage Kollsnes wieder hoch. Die Gasflüsse würden wieder Normalniveau erreichen, das werde jedoch noch eine Zeit dauern, teilte Gassco mit.

Eine Kollision zwischen der norwegischen Fregatte Helge Ingstad und dem Tanker TS Sola vor dem Sture Terminal im westnorwegischen Bergen hatte am Morgen zur Schließung von Vestprosess und Kollsnes geführt. Vestprosess verläuft von Kollsnes über Sture zur Raffinerie Mongstad. Nach der Außerbetriebnahme der Pipeline musste die Verarbeitungsanlage Kollsnes ebenfalls den Betrieb einstellen.

Der Vorfall führte den Angaben des Gas-Infrastrukturbetreibers Gassco zufolge zu reduzierten Gaslieferungen nach Kontinentaleuropa. Gassco war bestrebt, die Auswirkungen für norwegische Exporteure und europäische Abnehmer zu minimieren und nutzte dazu die Flexibilität in seinem integrierten Gasnetz. Einer Gassco-Sprecherin lagen keine Berichte über Schäden vor. Es habe sich bei den Schließungen um Vorsichtsmaßnahmen gehandelt, hieß es von ihr.

Am niederländischen TTF hatte der Day-ahead bis zum frühen Nachmittag um 0,40 Euro je Megawattstunde zugelegt. Am Importterminal Emden-Dornum war der Gasfluss mit 97,01 Millionen Kubikmetern pro Tag zeitweise deutlich reduziert.

MBI/cdg/8.11.2018

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