14.02.2018 - Türkei vorne/Europäischer Solarzubau liegt 2017 bei 8.610 MW

Der europäische Solarmarkt wächst und die Türkei stand im vergangenen Jahr an der Spitze dieser Entwicklung. Der Zubau an Solarkapazitäten in Europa wuchs gegenüber 2016 um 28 Prozent und erreichte 8.610 Megawatt (MW), wie aus vorläufigen Zahlen des Verbands SolarPower Europe in Brüssel hervorgeht. Die EU-Mitgliedsstaaten verzeichneten einen Zubau von 6.030 MW bzw sechs Prozent. "Jetzt brauchen wir richtige Politik, um sicherzustellen, dass die EU von unserer sauberen Energietechnologie profitieren kann", erklärte Verbandschef James Watson.

In der Türkei lag der Neubau von Solaranlagen 2017 bei 1.790 MW. Dahinter folgte Deutschland mit 1.750 MW. Beide Länder hatten zusammen damit einen Anteil von 41 Prozent im europäischen Markt. Der türkische Solarmarkt wuchs im Jahresvergleich um 213 Prozent, der deutsche Markt legte um 23 Prozent zu. Großbritannien verlor seine einstige Spitzenposition und verzeichnete einen Rückgang beim Zubau um 54 Prozent auf 912 MW. Frankreich verzeichnete einen Neubau von 887 MW und die Niederlande kamen auf 853 MW.

"Wir erwarten in den kommenden Jahren einen starken Ausbau, weil viele EU-Staaten sich für die Solarenergie entscheiden, um ihre nationalen Klimaschutzziele 2020 zu erreichen", sagte Michael Schmela, Executive Advisor bei SolarPower Europe. Der Eigenstromverbrauch von Solaranlagen in der EU könnte um 20 bis 30 Prozent wachsen, wenn die Handelsmaßnahmen für Solarimporte aus Drittstaaten aufgehoben werden, sagte Watson unter Berufung auf eine Studie der Generaldirektion Justiz und Verbraucher bei der EU-Kommission.

MBI/aul/14.2.2018

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