02.12.2019 - Tschechien: Schwerindustrie setzt auf Umweltschutz

Die tschechische Schwerindustrie will sauberer werden: Das größte Stahlwerk des Landes, Trinecke zelezarny, hat im Herbst 2019 rund 25 Millionen Euro in die Staubreduzierung in seinen Bearbeitungslinien investiert. Auch Liberty Ostrava steckt in Projekten der Entstaubung und Entschwefelung. Geht es nach Zukunftsplänen der Muttergesellschaft Liberty Steel, könnte die tschechische Tochter einen investitionsreichen Prozess vor sich haben, aus dem sie 2030 CO2-emissionsfrei hervorgeht.



Da die Region Mährisch-Schlesien durch Schadstoffe in der Luft besonders belastet ist, versuchen die Behörden, mit den wichtigsten Industriebetrieben in freiwilligen Vereinbarungen zusätzliche Maßnahmen zum Emissionsschutz zu vereinbaren. Betroffen sind der Nachrichtenagentur CIA News zufolge auch der größte Gießereikokshersteller OKK Koksovna in Ostrava, Veolia Energie, Teva Czech Industries oder Chemiekonzern BorsodChem. Für ihren Strukturwandel erhalten die Regionen Mährisch-Schlesien, Usti nad Labem und Karlovy Vary aus dem Sonderkonjunkturprogramm RE:START bis 2030 erhebliche Zuschüsse. Diese fließen auch in Unternehmensprojekte zur Emissionssenkung und Altlastensanierung.

MBI/gtai/emv/2.12.2019

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