19.04.2018 - Reuters-Bericht/Saudi-Arabien will Ölpreis von 80 bis 100 US-Dollar

Mit einem Preisanstieg hat Rohöl auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters reagiert. demzufolge Saudi-Arabien an einm Ölpreis zwischen 80 und 100 US-Dollar je Barrel interessiert ist. Grund für den Wunsch nach einem höheren Ölpreis sei demnach, die Bewertung von Saudi Aramco vor dem geplanten Börsengang zu erhöhen. Auch danach könnte Saudi-Arabien an einem hohen Ölpreis interessiert sein, um den Umbau der Wirtschaft, den geplanten Bau der Megastadt Neom und den Krieg im Jemen zu finanzieren, so die Analysten der Commerzbank. Die Marktteilnehmer werden nun mit Argusaugen auf das Treffen der Energieminister der OPEC und Russlands im saudi-arabischen Dschidda am Freitag schauen. Eine Abkehr von der aktuellen Förderpolitik sei nach den jüngsten Verlautbarungen aus Opec-Kreisen nicht zu erwarten, so die Analysten.

MBI/cdg/19.4.2018





Der Brentölpreis steigt am Morgen auf 74 USD je Barrel, den höchsten Stand seit November 2014. Der Preisanstieg wurde durch einen Reuters-Bericht mit Bezug auf drei Industriequellen ausgelöst, wonach Saudi-Arabien an einem Ölpreis von 80-100 USD je Barrel interessiert sei. Grund für den Wunsch nach einem höheren Ölpreis sei demnach, die Bewertung von Saudi Aramco vor dem geplanten Börsengang zu erhöhen. Auch danach könnte Saudi-Arabien an einem hohen Ölpreis interessiert sein, um den Umbau der Wirtschaft, den geplanten Bau der Megastadt Neom und den Krieg im Jemen zu finanzieren. Aus diesem Grund hält Saudi-Arabien das Ölangebot bewusst knapp und gleicht die beträchtlichen Produktionsausfälle in Venezuela im Gegensatz zu denen in Libyen vor sieben Jahren nicht aus. In der Folge liegt die OPEC-Produktion bei nur noch 32 Mio. Barrel pro Tag und damit 500 Tsd. Barrel pro Tag unter dem von der IEA geschätzten Bedarf an OPEC-Öl. Die Marktteilnehmer werden nun mit Argusaugen auf das morgige Treffen der Energieminister der OPEC und Russlands im saudi-arabischen Dschidda schauen. Eine Abkehr von der aktuellen Förderpolitik ist nach den jüngsten Verlautbarungen aus OPEC-Kreisen nicht zu erwarten. Die US-Lagerdaten gaben den Preisen gestern weiteren Auftrieb. Diese zeigten einen Lagerabbau bei Rohöl um gut 1 Mio. Barrel und einen Rückgang der Benzin- und Destillatebestände um jeweils ca. 3 Mio. Barrel. Der stärker als erwartet ausgefallene Lagerabbau bei Benzin war auf eine rekordhohe Benzinnachfrage zurückzuführen, was außerhalb der Sommerfahrsaison äußerst ungewöhnlich ist.

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