12.02.2018 - Ölpreisrückgang/Zahl der aktiven US-Bohrlöcher steigt um 26

Die Ölpreise haben am Freitag mehr als 3 Prozent verloren. Brent fiel zeitweise auf ein 2-Monatstief von 62 US-Dollar je Barrel, Der Preisrückgang hat laut Angaben der Analysten der Commerzbank sowohl finanzmarktbedingte als auch ölmarktspezifische Gründe. Zu den erstgenannten zählt demnach der deutliche Anstieg der Risikoaversion und die merkliche Erholung des US-Dollar. Daneben habe sich aber auch die Wahrnehmung des Ölmarkts geändert. Lange Zeit sei der Anstieg der US-Ölproduktion ignoriert worden, da er von einem Abbau der Lagerbestände überlagert wurde. Mittlerweile steigen die Lagerbestände. Stattdessen wird der Blick nun doch auf die rasant steigende US-Ölproduktion gerichtet. Die Zeichen stehen dort auf weitere Expansion. Laut der Ölfeld-Servicegesellschaft Baker Hughes ist die Zahl der aktiven Ölbohrungen in der vergangenen Woche um 26 gestiegen und damit so stark wie zuletzt im Januar 2017. Die Gesamtzahl der aktiven Ölbohrungen erreichte mit 791 das höchste Niveau seit April 2015. Aufgrund von Produktivitätssteigerungen kann heute mehr Öl pro Bohrloch gefördert werden als noch vor drei Jahren.

MBI/cdg/12.2.2018

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