09.01.2019 - Kohleausstieg/Kretschmer will Bundeswehrstandorte in Braunkohleregionen verlagern

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Verlagerung von Bundeswehrstandorten in die neuen Bundesländer vorgeschlagen. Damit könnten seiner Meinung nach wirtschaftliche Einbußen im Zuge geplanter Stilllegungen der Braunkohlereviere kompensiert werden.

"Ein oder zwei neue Bataillone wären die wirtschaftliche Lösung für eine Kleinstadt wie Weißwasser oder Spremberg", sagte Kretschmer der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Im Rahmen der nötigten "Aufwertungsinitiative" ostdeutscher Standorte müsse der Staat Forschungseinrichtungen ansiedeln und Behörden an neuen Standorten gründen, so der Politiker weiter. Konkret verlangte Kretschmer: "Der Bund sollte in der Lausitz und im Mitteldeutschen Revier je 1.000 Arbeitsplätze schaffen."

Einen schnellen Ausstieg aus der Braunkohle sehe er nicht. "Wenn wir es klug angehen, dann bleiben uns noch 20 Jahre, um etwas Neues aufzubauen und uns schrittweise von der Braunkohle zu verabschieden."

MBI/DJN/map/9.1.2019

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