12.02.2018 - Commerzbank/CO2-Preis erst 2019 nachhaltig über 10 Euro

Die Analysten der Commerzbank gehen davon aus, dass der CO2-Preis im Europäischen Emissionshandelssystem (ETS) erst 2019 nachhaltig über 10 Euro je Tonne klettern wird. Zwar könne es sich herausstellen, dass die verifizierten Emissionen im vergangenen Jahr leicht gestiegen sind, doch werden die Emissionen gleichwohl deutlich unter ihrer Obergrenze bleiben. Zudem spricht laut Commerzbank-Research Vieles dafür, dass 2018 wieder weniger Emissionen freigesetzt werden. Der Beitrag der Wasserkraft zur Stromgewinnung dürfte sichz normalisieren und der Ausbau der Windkraft geht in hohem Tempo weiter. Dieb EU-Umweltbehörde schätzt auf Basis der nationalen Entwicklungspläne, dass mit dieser Technologie an Land 2020 rund 50 Prozent mehr Strom produziert als 2015. Auch der Offshore-Ausbau hat zuletzt deutlich zugelegt. Zudem wird die Solarkraft mit hohem Tempo ausgebaut. Heute schon wird 20 Prozent mehr Solarstrom produziert als es sich die EU-Staaten für 23020 zum Ziel gesetzt hatten. Die erwartete Normalisierung des franzöischen Kernkraftwerksbeitrags zur Stromgewinnung dürfte den Effekt aufwiegen, dass Ende 2017 der Block B des Atommeilers Gundremmingen vom endgültig vom Netz genommen wurde. Alles in allem spreche im laufenden Jahr Vieles für eine geringere Stromerzeugung auf Basis fossiler Energieträger und damit für einen sinkenden Bedarf an Emissionsrechten. Damit könne der Marktüberschuss bei Emissionsrechten im laufenden Jahr sogar wieder zunehmen, so ddie Analysten. Für 2019 indessen verweisen die Experten auf die hohe Überführungsrate von überschüssigen Zertifikaten in die Marktstabilitätsreserve.

Für das vierte Quartal 2018 rechnen die Anakysten mit einem CO2-Durchschnittspreis von 9,5 Euro je Tonne und mit einem Preis für das Strom-Cal-19 von 33,0 Euro je Megawattstunde. Für das Gesamtjahr 2019 liegen die Prognosen bei 10,8 Euro je Tonne bzw 33,5 Euro je Megawattstunde.

MBI/cdg/12.2.2018

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