11.09.2019 - ASN/Atomreaktoren Flamanville 1 und 2 unter besonderer Beobachtung

Die französische Atomaufsichtsbehörde ASN hat die Atomreaktoren Flamanville 1 und 2 (jeweils 1.300 Megawatt) unter besondere Beobachtung gestellt. Grund dafür sei eine Reihe besonderer Vorkommnisse in diesem Kraftwerk seit Mitte 2018, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Hinzu kommen Mängel bei der Dokumentation. Im Juli dieses Jahres habe man den Leiter des Kraftwerks einbestellt und aufgefordert, einen Plan für die Verbesserung der Betriebsabläufe vorzulegen, hieß es in der Mitteilung weiter.

Der Status der besonderen Beobachtung führt in erster Linie zu vermehrten Kontrollen des betroffenen Kraftwerks. Der Kraftwerksbetreiber muss zudem einen Plan mit Maßnahmen zur Lösung der festgestellten Probleme darlegen, die Umsetzung wird regelmäßig von der ASN überprüft. Neben Flamanville hat die ASN derzeit auch das Kernkraftwerk Belleville-sur-Loire unter besondere Beobachtung gestellt.

Der Kraftwerksbetreiber EDF hat auch ohne die besondere Beobachtung genügend Probleme mit dem Standort Flamanville: Der Reaktor Flamanville 3 befindet sich bereits seit dem Jahr 2007 im Bau, die Inbetriebnahme wurde aufgrund von technischen Problemen mehrfach verschoben. Aktuell geht EDF davon aus, dass der Reaktor Ende 2022 bereit für die Inbetriebnahme sein dürfte.

MBI/map/11.9.2019

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