05.11.2018 - Verkauf tschechischer Anlagen/Schweizer Alpiq prüft Ausstieg aus der Kohlekraft

Der schweizerische Energiekonzern Alpiq erwägt den Ausstieg aus der Kohlekraft. So prüft das Unternehmen nach eigenen Angaben den Verkauf seiner beiden tschechischen Kohlekraftwerke Kladno und Zlin. Mit diesem strategischen Verkauf treibt Alpiq seine Konzentration auf das Kerngeschäft mit zunehmender Dekarbonisierung der Erzeugung voran. Der schweizerische Konzern will europaweit ein kohlefreies Produktionsportfolio erreichen.

Mit den Einnahmen aus dem Verkauf der Kohlekraftwerke beabsichtigt Alpiq, in den Ausbau von Wachstumsfeldern investieren. Die Anlagen sollen aber nur dann verkauft werden, wenn Preis, Transaktionssicherheit und die vertraglichen Konditionen stimmen.

Das Kohlekraftwerk Kladno verfügt laut Alpiq über eine elektrische Leistung von 516 Megawatt. Es wurde 2000 in Betrieb genommen und gehört seit 2002 zu 100 Prozent der Alpiq-Gruppe. Das Kraftwerk Zlin hat eine Kapazität von 64 Megawatt elektrisch und 376 Megawatt thermisch. Die Kohleanlage wurde 1996 in Betrieb genommen und ging 2005 vollständig auf Alpiq über.

MBI/aul/5.11.2018

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