06.02.2018 - Rechtsstreit um Ölbohrlizenzen in Arktis gehen in nächste Runde

Vertreter von Greenpeace Norwegen und der Organisation Natur und Jugend wollen das Urteil rund um Norwegens Ölbohrlizenzen in der Barentssee anfechten. In erster Instanz hatte der norwegische Staat Anfang Januar recht bekommen. Die Umweltschützer sehen in der Genehmigung jedoch weiterhin einen Verstoß gegen die norwegische Verfassung und gegen das Klimaschutzabkommen von Paris. Die Erlaubnis zu Bohrungen führe zu vermehrten CO2-Emissionen. Artikel 112 der norwegischen Verfassng sichert den Bürgern das Recht zu, in einer natürlichen Umgebung zu leben, deren Produktivität und Diversität erhalten bleibt".

Das Bezirksgericht in Oslo hatte Anfang des Jahres geurteilt, dass die Verfassung eine gesunde Umgebung festschreibt. Allerdings sahen die Richter in der Bohrlizenz keinen Verstoß gegen diese Vorschrift. Greenpeace hofft darauf, dass der Fall direkt vor das höchste Gericht kommt, ohne Umweg über das Berufungsgericht.

MBI/sir/6.2.2018

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