20.09.2019 - Greenpeace nennt Klimaberatungen "unwürdiges Schauspiel"

Die Umweltorganisation Greenpeace hat die große Koalition angesichts ihrer langen und erneut verschobenen Beratungen zum Klimakabinett scharf kritisiert. Union und SPD inszenierten "vor den Augen Hunderttausender Klimabewegter ein unwürdiges Schauspiel", erklärte Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser. Die Länge der Verhandlungen solle offenbar über die Substanzlosigkeit hinwegtäuschen. "Ein unkonkretes Eckpunktepapier lässt sich nicht als großen Wurf verkleiden", sagte Kaiser. Ohne belastbare Maßnahmen, die verlässlich die von der Regierung zugesagten 300 Millionen Tonnen CO2 einsparten, werde die Nacht von Donnerstag auf Freitag "zur Farce".

Der Greenpeace-Geschäftsführer betonte, die Bundesregierung habe schon im November 2016 beschlossen, wie viel CO2 in Bereichen wie Verkehr, Energiewirtschaft oder Gebäudewärme bis 2030 gespart werden müsse. "Wenn fast drei Jahre später noch immer kein Plan vorliegt, mit welchen gesetzlichen Verpflichtungen diese Ziele sicher erreicht werden, dann zeigt die große Koalition damit, dass sie die Herausforderungen im Klimaschutz überfordert."

MBI/DJN/map/20.9.2019

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