04.05.2018 - Eurostat erwartet für 2017 Anstieg der CO2-Emissionen aus fossiler Energie

2017 dürften sich in der Mehrheit der EU-Staaten die CO2-Emissionen erhöht haben. Das meldet Eurostat in einer ersten Hochrechnung der Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger in der Europäischen Union (EU). Das Statistische Amt der EU kommt auf ein Plus von 1,8 Prozent. Deutschland hat nach der Hochrechnung um 0,2 Prozent weniger CO2 ausgestoßen als im Jahr zuvor. Der Anteil Deutschlands an den gesamten EU-Emissionen liegt laut Eurostat bei 23 Prozent. Das Vereinigte Königreich kommt auf 11,2 Prozent Anteil, Italien auf 10,7 Prozent und Frankreich auf 10 Prozent. Polens Anteil wird mit 9,8 Prozent angegeben.

Der größte Anstieg wurde in Malta mit einem Plus von 12,8 Prozent verzeichnet, gefolgt von Estland (plus 11,3 Prozent), Bulgarien (plus 8,3 Prozent), Spanien (plus 7,4 Prozent) und Portugal (plus 7,3 Prozent). Rückgänge wurden in sieben Mitgliedstaaten registriert: Finnland (minus 5,9 Prozent), Dänemark (minus 5,8 Prozent), dem Vereinigten Königreich (minus 3,2 Prozent), Irland (minus 2,9 Prozent), Belgien (minus 2,4 Prozent) und Lettland (minus 0,7 Prozent).

Die EU-Kommission kommentierte die Entwicklung nicht und verwies lediglich auf ihren Fortschrittsbericht zur Einhaltung der Klimaziele, den sie später im Jahr vorlegen wird. Aus einem Bericht von vergangenem November geht hervor, dass 2016 in der EU insgesamt 23 Prozent weniger CO2 emittiert wurden als 1990. Ziel der EU ist es, die Emissionen bis 2020 um 20 Prozent gegenüber 1990 zurückzufahren. Bis 2030 sollen sie um 40 Prozent niedriger sein.

MBI/ang/4.5.2018

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