03.12.2019 - China will Kohleverstromung zum Teil kürzen

China will die Stromproduktion mit Kohle im Nordwesten des Landes um wenigstens 25 Prozent senken und damit dem Überangebot in dem Sektor zuvorkommen. Fünf der zentral kontrollierten Energieversorger sollen die Kohleverstromung in den Provinzen Qinghai, Gansu und Shaanxi und den Regionen Xinjiang und Ningxia um mindestens ein Drittel kürzen. Das berichteten staatliche Medien. Die Planungen der staatlichen Assets Supervision and Administration Commission des Staatsrates sehen eine Verschmelzung der Kohlekraftflotte von China Huaneng Group, China Datang, China Huadian, State Power Investment und China Energy Group auf ein Unternehmen vor.

China will aber neue Kohlekraftwerke mit einer Leistung von 148 Gigawatt in Betrieb nehmen. Diese werden entweder schon gebaut oder stehen kurz vor Baubeginn. Wie die Financial Times schreibt, dämpft das die Hoffnung, dass China verstärkt gegen die Klimakrise vorgehen könnte. Die Investitionen in Solar- und Windenergie seien rückläufig, das Land könnte schon bald mit steigenden Emissionen zu tun haben. 2018 waren die Treibhausgasemissionen Chinas nach Angaben der Internationalen Energie Agentur auf Rekordhöhe und für mehr als 50 Prozent des Anstiegs der CO2-Emissionen im Energiesektor weltweit verantwortlich. In diesem Jahr sollen die Emissionen laut IEA um 3 Prozent steigen.

MBI/sir/3.12.2019

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