14.03.2019 - Australien kämpft mit erhöhten Emissionswerten

Ein neues Allzeithoch haben die Treibhausgasemissionen Australiens im Jahr 2018 erreicht. Der Rückgang im Energiesektor konnte dabei die höheren Emissionen in anderen Bereichen nicht ausgleichen. Nach Angaben der Organisation Ndevr Environmental, die die australischen Emissionen vier Mal im Jahr bekannt gibt, legten die Emissionen bis Dezember 2018 auf 558,4 Millionen Tonnen CO2-Gleichwerte zu. Damit ist das Land nach einem Bericht der britischen Zeitung The Guardian weiterhin nicht auf dem Reduktionspfad, der sich aus der Verpflichtung im Pariser Klimaabkommen ergibt. Danach müssten die Emissionen um 26 bis 28 Prozent unter die Emissionen des Jahres 2005 gedrückt werden.

Die jährlichen Emissionen aus dem Energiesektor sind durch die Zunahme der erneuerbaren Energiequellen das dritte Jahr in Folge zurückgegangen. Allerdings haben sich die Emissionen in den Bereichen Stationäre Energie, Transport und flüchtige Emissionen verdoppelt. Für die Monate Oktober bis Dezember 2018 sind diese Emissionen so hoch wie noch nie und um 1,4 Millionen Tonnen CO2-Gleichwerte höher als im zweiten Quartal des Fiskaljahres 2018/2019. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum gab es um 0,9 Millionen Tonnen CO2-Gleichwerte mehr. Damit übersteigen die Emissionen das Paris-Ziel um 4,7 Millionen Tonnen CO2-Gleichwerte.



Nach Angaben von Ndevr-Chef Matt Drum sind die Emissionen aus dem Energiesektor 2018 um rund 7 Millionen Tonnen zurückgegangen, zeitgleich legten die Emissionen in den anderen drei Sektoren aber um mehr als 12,5 Millionen Tonnen zu. “Wir machen schon eine ganze Weile darauf aufmerksam, dass nicht der Energiesektor das Problem darstellt, sondern die anderen drei Bereiche. Sie unterliegen keinerlei bindenden CO2-Reduktionszielen."

MBI/sir/14.3.2019

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