08.05.2018 - Ausschreibung im Senegal ermöglich Solarstrom für weniger als 4 Eurocent

Im Senegal lässt sich Solarstrom für weniger als 0,04 Euro oder 0,05 US-Dollar pro Kilowattstunde produzieren. Das meldet die Weltbank, die sich mit ihrer Tochter IFC im Rahmen des Programms "Scaling Solar" engagiert. Mit der Initiative soll Solarstrom in Entwicklungsländern in großem Maßstab vorangebracht werden. Die Regulierungsbehörde CRSE hat über zwei Ausschreibungen entschieden, die gemeinsam über 60 Megawatt Kapazität verfügen werden. Beide Ausschreibungen gingen an Engie/Meridiam. Das Unternehmen produziert in der Anlage Kahone Sonnenstrom zu 0,038 Euro je Kilowattstunde und in Touba für 0,0398 Euro je Kilowattstunde. Wenn die beiden Anlagen erst einmal in Betrieb seien, liefern sie Strom zum günstigsten Preis. Damit gelingt es dem afrikanischen Land, seine Ziele bei der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu erreichen. IFC-CEO Philippe Le Houérou freut sich über "den großen Deal für die Verbraucher".

Die Weltbank-Gruppe hatte CRSE bei der Ausschreibung unterstützt. Acht Bieter hatten insgesamt 14 Gebote für die beiden Projekte abgegeben. Die allererste Scaling Solar-Auktiojn in Sambia hatte mit 0,06015 US-Dollar den bis dahin günstigsten Preis in der Subsahararegion erzielt. Scaling Solar entwickelt derzeit mehr als 1 Gigawatt an Solarenergie in Sambia, Äthiopien, Madagaskar und Senegal. Weitere Länder in Asien, Lateinamerika und im Mittleren Osten.

Scaling Solar wird mit Finanzmitteln unter anderem der US-Behörde für Entwicklungszusammenarbeit USAID, den Außenministerien der Niederlande und von Dänemark und dem britischen Ministerium für internationale Entwicklung unterstützt. Das Projekt im Senegal wurde auch von der Rockefeller Foundation mitfinanziert.

MBI/sir/8.5.2018

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