03.12.2018 - Nach EU-Entscheidung/Drax und Iberdrola ergänzen Kaufvertrag

Der britische Versorger Drax hat den Vertrag über den Kauf des britischen Portfolios der spanischen Iberdrola ergänzt, um mögliche Risiken im Zuge einer EU-Entscheidung zum Kapazitätsmarkt auf beide Parteien zu verteilen. Auf dem Kapazitätsmarkt, der vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) inzwischen für nichtig erklärt wurde, bekommen Stromproduzenten Prämien für die sichere Bereitstellung der Energie. Sie sind wichtige Einnahmen für die Versorger und sollen sie auch dazu bringen, in Kraftwerke zu investieren.



Die EU-Kommission hatte den britischen Mechanismus 2014 genehmigt. Bis zu drei Milliarden Euro dürfen darüber pro Jahr verteilt werden. Unklar ist derzeit, ob Prämien aus der Vergangenheit zurückgezahlt werden müssen. Die britische Regierung hat den Kapazitätsmarkt ausgesetzt. Sie strebt aber eine rechtskonforme Wiedereinführung an. Laut Drax haben die Prämien einen signifikanten Anteil an den Ergebnissen des Portfolios aus Pumpspeichern, Wasserkraftwerken und Gaskraftwerken, das sie im Oktober für 702 Millionen Euro von Iberdrola übernommen hat.



Drax und Iberdrola wollen sich nun die Risiken für Zahlungen von 36 Millionen Pfund im Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2019 teilen. Sollten weniger als 100 Prozent der Zahlungen fließen und der Bruttogewinn des Portfolios hinter den Erwartungen zurückbleiben, werde Iberdrola Drax 26 Millionen Pfund zahlen. Sollte sich das Portfolio besser entwickeln, stünden den Spaniern bis zu 26 Millionen Pfund zu.

MBI/DJN/aul/3.12.2018

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