20.03.2018 - Gewinn erhöht/Lechwerke profitieren von Einmaleffekt

Der Energieversorger LEW (Lechwerke) zieht eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2017. So erhöhte die Innogy-Tochter ihr bereinigtes EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) nach IFRS von 142 Millionen auf 191 Millionen Euro. Der Anstieg sei vorrangig auf einen Einmaleffekt zurückzuführen, teilte die LEW-Gruppe mit. Hintergrund sei eine Bewertungsumstellung bestehender Pensionsrückstellungen. Die entsprechenden Einmalerträge stellt LEW in die Gewinnrücklagen ein, da sie in den kommenden Jahren wieder den Pensionsrückstellungen zugeführt werden sollen.

Der Vorstand der Lechwerke AG plant der Hauptversammlung eine um 0,20 Euro höhere Dividendenausschüttung, also eine Ausschüttung von 2,80 Euro je Stückaktie vorzuschlagen. "Der Umbau des Energiesystems prägt unser Geschäft - und wir prägen den Umbau des Energiesystems in unserer Region", sagte LEW-Vorstand Marks Liphter. Der Umsatz des Energieversorgers mit Sitz in Augsburg ist im vergangenen Jahr jedoch um zwei Prozent gesunken.

Für das laufende Geschäftsjahr 2018 rechnet LEW mit einem leichten Rückgang beim Stromumsatz. Das betriebliche Ergebnis werde voraussichtlich deutlich unter dem Vorjahreswert liegen, prognostizierte das Unternehmen. Grund dafür sei der Einmalertrag, der das Ergebnis 2017 geprägt hat. Die LEW-Gruppe ist mit rund 1.800 Mitarbeitern in Bayern und Baden-Württemberg tätig und versorgt Privat- und Geschäftskunden sowie Kommunen mit Strom und Gas.

MBI/aul/20.3.2018

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