06.11.2018 - Anreizregulierung/Bremer Forscher analysieren Stromnetze

Ob die Anreizregulierung ausreicht, um den neuen Anforderungen an intelligente Stromnetze (Smart Grids) durch Digitalisierung und Flexibilisierung gerecht zu werden, das will jetzt die private Jacobs University Bremen erforschen. Weitere Schwerpunkte des Forschungsvorhabens sind die Fragen, ob durch die Flexibilisierung ein Ausbau in Teilen vermieden werden könnte und wie eine konzeptionelle Weiterentwicklung der Anreizregulierung aussehen kann, teilte die Jacobs University mit. Auch die Betreiber regionaler Verteilernetze blieben im Zuge der Energiewende nicht länger mehr nur Transporteure von Strom und würden vielmehr das Stromangebot ebenfalls regulieren und bei einem Überangebot etwa Windkraftanlagen abschalten.



Inzwischen werde auch diskutiert, ob die Netzbetreiber flexibel neue Nachfrage zuschalten oder Stromspeicher zur Netzentlastung einsetzen könnten, so die Verantwortlichen des Vorhabens mit dem Titel "Ideen für eine zukunftsweisende Regulierung für Smart Grids". Das von der Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg geförderte Projekt soll daher hinterfragen, ob für den Ausbau der Smart Grids die richtigen Anreize gesetzt werden. Den Anreiz für die Weiterentwicklung der Netze sehen die an dem Forschungsvorhaben Beteiligten weniger durch die Energiemärkte als durch die so genannte Anreizregulierungsverordnung bestimmt, die der Regulierung durch die Bundesnetzagentur zugrunde liegt.

MBI/jcl/aul/6.11.2018

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