06.07.2018 - Studie/Energie-Genossenschaften verzeichnen Zuwachs

In Deutschland ist die Zahl der Energie-Genossenschaften zur Erzeugung oder Verteilung von nachhaltiger Energie in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Laut einer aktuellen Studie der Universität Kassel nahmen diese Genossenschaften von 642 im Jahr 2012 auf 928 im Jahr 2015 zu. Mehr als zwei Drittel von ihnen wurden demnach von Bürgern gegründet. Zusätzliche Daten zeigten, dass diese Größenordnung seitdem stabil geblieben ist.

Nach den Angaben der Arbeitsgruppe der Universität Kassel waren 2015 rund 185.000 Menschen Mitglied einer Energiegenossenschaft. Rund 68 Prozent der Energiegenossenschaften wurden demnach mehrheitlich von Bürgern gegründet. 16 Prozent basieren auf Kooperationen zwischen Kommunen, Stadtwerken und regionalen Unternehmen, bei denen aber auch die Bürger eingebunden werden. Vergleichsweise selten sind Kooperationen von Banken mit fünf Prozent. Bei den Geschäftsmodellen machten die Verfasser der Studie zwei deutliche Schwerpunkte aus: den Betrieb von Erneuerbaren-Energien-Anlagen zur Stromerzeugung sowie den Betrieb von Nahwärmenetzen zur lokalen Wärmeversorgung.

Danach waren 2015 rund 59 Prozent der Energiegenossenschaften im Bereich PV-Dachanlagen tätig, 15 Prozent im Bereich PV-Freiflächen-Anlagen, 14 Prozent im Bereich Windkraft und 19 Prozent im Bereich Nahwärmenetze. Noch vergleichsweise jung, aber zunehmend im Wachstum begriffen ist demnach Engagement im Bereich Elektromobilität: 2015 waren hier erst zwei Prozent der Energie-Genossenschaften aktiv.

MBI/jcl/aul/6.7.2018

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