17.04.2019 - NEP Strom 2030/Netzbetreiber legen zweiten Entwurf vor

Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW haben den zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) 2030 an die Bundesnetzagentur übergeben. Darin sind auch Anregungen aus der öffentlichen Konsultation zum ersten Entwurf des NEP eingeflossen, wie die Netzbetreiber mitteilten. Darüber hinaus haben die Netzbetreiber im NEP Strom 2030 auch die Empfehlungen der Kohlekommission für einen sukzessiven Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2038 berücksichtigt.



Gegenüber dem ersten Entwurf des NEP 2030, der für das Szenario B 2030 Investitionskosten in Höhe von 52 Milliarden Euro für die Zubaunetz-Maßnahmen ausgewiesen hat, erhöhen sich die Kosten für die Onshore-Maßnahmen des Szenarios B 2030 im zweiten Entwurf auf 61 Milliarden Euro. Einen wesentlichen Anteil an dieser Steigerung hat die Berücksichtigung der Kosten für den umfangreichen Bedarf an Blindleistungskompensationsanlagen aus den Analysen zur Bewertung der Systemstabilität. Hinzu kommen die Berücksichtigung zusätzlicher horizontaler Punktmaßnahmen (insbesondere Schaltanlagen und Schaltfelder) im zweiten Entwurf sowie die Korrektur eines fehlerhaften Wertes bei einem Hochspannungs-Gleichstrom Projekts im ersten Entwurf.

MBI/cdg/aul/17.4.2019

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