17.04.2019 - Günstiger als kalkuliert/50 Hertz verbindet Ostsee-Windparks mit dem Netz

Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz hat die Offshore-Windparks Wikinger (Betreiber: Iberdrola) und Arkona (Betreiber: E.ON und Equinor) vor Rügen termingerecht zu deren Inbetriebnahmen und für den Netzkunden günstiger als ursprünglich kalkuliert an sein Übertragungsnetz angeschlossen. Nach drei Jahren Bauzeit und einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 1,3 Milliarden Euro fließt Erneuerbare Energie im Probebetrieb über drei jeweils 90 Kilometer lange Seekabel ins Umspannwerk Lubmin und von dort aus zu den Verbrauchern.

Die Anbindung der Offshore-Windparks Wikinger und Arkona, dem bisher größten Investitionsprojekt von 50Hertz, startete im Jahr 2015 und erfolgt im Umspannwerk Lubmin. Erstmalig für die Ostsee wurde die Netzanbindung mit 220-Kilovolt-Drehstromtechnik umgesetzt. Damit ist eine höhere Leistungsübertragung möglich. Bei bisherigen Anbindungen von Offshore-Windparks in der deutschen Ostsee waren es 150-KiloVolt-Drehstromkabelsysteme. Im Umspannwerk Lubmin wird der Strom auf 380 Kilovolt hochgespannt und ins Übertragungsnetz von 50Hertz eingespeist.

Dass die Ostsee für die Windenergiebranche ein attraktiver Standort mit hoher Windausbeute ist, der den Vergleich mit der Nordsee nicht zu scheuen braucht, betonte Henrich Quick, Leiter Projekte Offshore bei 50Hertz. Dies zeige sich auch daran, dass etwa Iberdrola bereits in den Startlöchern für zwei neue Ostsee-Projekte stehe (Baltic Eagle und Wikinger Süd). Neu unter den ausländischen Investoren in der Ostsee ist das belgische Unternehmen Parkwind mit dem Projekt Arcadis Ost 1. Die drei Windparks mit einer Gesamtleistung von 730 Megawatt sollen über drei Kabelsysteme an das 50Hertz-Netz angeschlossen werden. Die Netzanbindung der Windparks mit dem Namen Ostwind 2 werde weitgehend parallel zur Trasse Ostwind 1 verlaufen, so Quick.

Die Netzanbindung Ostwind 1 umfasst die Netzanschlüsse für die Offshore-Windparks Arkona und Wikinger. Die drei Kabel des Projektes Ostwind 1 sind auf See jeweils 90 km und an Land drei Kilometer lang und enden im 50Hertz-Umspannwerk Lubmin.

MBI/cdg/17.4.2019

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