20.09.2019 - Ausschreibung/Innogy erhält Zuschlag für britischen Offshore-Windpark

Der Essener Energiekonzern Innogy hat in Großbritannien den Zuschlag für einen Offshore-Windpark erhalten. Wie die RWE-Tochter am Freitag mitteilte, setzte sich das Unternehmen mit seinem Gebot für den Windpark Sofia mit einer Leistung von 1.400 Megawatt durch. Der Zuschlagswert für die Förderung des Windparks liegt bei 39,65 Britischen Pfund pro Megawattstunde. Damit könne das Projektteam die nächsten Schritte auf dem Weg zur finalen Investitionsentscheidung angehen, die für 2020 erwartet wird.

Das Energiegeschäft im Vereinigten Königreich ist für Energieversorger auch wegen Preisobergrenzen für Strom und Gas schwierig geworden. Im ersten Halbjahr verdiente Innogy auch wegen seiner britischen Tochter NPower operativ bereinigt nur noch 1,3 Milliarden Euro (EBIT) Euro und damit 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Verkauf von NPower an einen schottischen Versorger war Ende vergangenen Jahres geplatzt. Mit der am Mittwoch vollzogenen Übernahme von Innogy durch E.ON landet das britische Verlustgeschäft nun bei dem Essener Konzern. E.ON-Chef Johannes Teyssen hatte Großbritannien "eine offene Wunde" genannt, "die reichlich blutet" und noch für dieses Jahr Erklärungen dazu angekündigt.

Der Offshore-Windpark soll in der Nordsee 195 Kilometer vor der britischen Küste auf der Dogger Bank entstehen. Die Bauarbeiten an Land sollen 2021 beginnen, auf See 2022. Bis Ende 2026 soll der Windpark vollständig in Betrieb gehen dann rund 1,2 Millionen britische Haushalte mit grünem Strom versorgen. Das voraussichtliche Investitionsvolumen liegt bei rund drei Milliarden britischen Pfund.

MBI/DJN/aul/20.9.2019

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