11.06.2019 - SWM/Intelligenter Batteriespeicher in Betrieb

Die Stadtwerke München (SWM) haben das Heizwerk Freiham um einen Stromspeicher zur Energiezentrale Freiham erweitert. Er ist neben der Geothermie und dem Ausbau der Fernwärme der dritte realisierte Energie-Baustein der SWM innerhalb des Smart-City-Projekts „Smarter Together“.



Der SWM Batteriespeicher Freiham hat die Größe eines Schiffscontainers, rund 1000 Kilowattstunden Ladekapazität und erbringt etwa 600 Kilowatt Primärregelleistung. Er gleicht kurzfristige Abweichungen zwischen Stromangebot und Stromnachfrage aus und trägt damit zum stabilen Stromnetz-Betrieb bei („Regelenergie“). Zudem kann er als Quartiersspeicher dienen. Im Projektgebiet können sich dezentrale Stromerzeuger, wie Betreiber von Photovoltaik-Anlagen, über das virtuelle Kraftwerk der SWM an den zentralen Batteriespeicher Freiham anschließen - damit benötigt nicht jedes Gebäude einen eigenen Speicher.



Platzbedarf und Brandlast reduzieren sich für den Einzelnen erheblich. Der Batteriespeicher in Freiham kann bis zu 100 kleinere Stromspeicher ersetzen. Durch die intelligente Speichertechnik wird die lokale und überregionale Bereitstellung von Ökostrom erhöht. Die SWM planen den Einsatz weiterer Energiespeicher in ihrem Netzgebiet. Derzeit laufen die Vorbereitungen für einen Speicher am Heizkraftwerk Freimann mit einer Leistung von 10 Megawatt - zehnmal so groß wie der Speicher in Freiham. Er soll bereits Ende des Jahres in Betrieb gehen.



Bereits seit Herbst 2016 heizen Freiham und Nachbargebiete mit umweltfreundlicher Fernwärme aus Geothermie. Der Einsatz von Erdwärme spart rund 22.500 Tonnen CO2 im Jahr ein. Sichtbares Symbol dafür ist die Energiezentrale Freiham. Die SWM bauen die Fernwärme nicht nur im Neubaugebiet Freiham

aus, sondern verdichten sie auch in den Bestandsgebieten Neuaubing und Westkreuz.



Die SWM versorgen München und die Region sicher und zuver-lässig mit Energie und Trinkwasser. Sie betreiben 18 Hallen- und Sommerbäder sowie mit der MVG U-Bahn, Bus und Tram. Sie betreiben ein LoRa-Netz und viele M-WLAN-Hotspots, mit M-net bauen sie Münchens Glasfasernetz flächendeckend aus. Die SWM bauen zudem massiv Werkswohnungen aus. Kurz: Sie arbeiten in allen Bereichen daran, München emissionsär-mer, erneuerbarer, digitaler und grüner zu machen - zum leuchtenden Beispiel einer lebenswerten und vernetzten Stadt der Zukunft. Bis 2025 wollen die SWM so viel Ökostrom in eigenen Anlagen produzieren, wie ganz München benötigt. Bis 2040 wollen sie den Münchner Bedarf an Fernwärme CO2-neutral decken, überwiegend mittels Tiefengeothermie.



MBI/chs/11.6.2019

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