13.08.2019 - SWM und M-net/500.000 Haushalte und Betriebe am Münchner Glasfasernetz

Die Digitalisierung benötigt sichere, stabile und immer leistungsfähigere Netze, um den weiter exponentiell wachsenden Datenverkehr zu bewältigen. Die SWM und ihre Kommunikationstochter M-net erschließen München flächendeckend mit einem High-Speed-Glasfasernetz. Der Glasfaserausbau ist dabei neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Elektromobilität oder des Long-Range-Funknetzes (ein kostengünstiges und energiesparendes Funknetz, das speziell für Anwendungen im Bereich des Internets der Dinge konzipiert wurde) ein weiterer Baustein der SWM für die vernetzte Stadt von Morgen. Mit dem offiziellen Anschluss des GWG-München-Gebäudes an der Kainzenbadstraße (Berg am Laim) sind jetzt 500.000 Haushalte und Betriebe am Netz der Zukunft. Bis 2021 werden rund 70 Prozent der Haushalte und 81.000 Gewerbebetriebe Zugang zum Hochgeschwindigkeits-Internet haben. Langfristig soll die ganze Stadt vernetzt werden.



Die SWM und ihre Telekommunikationstochter M-net investieren in den weiteren Ausbau einen dreistelligen Millionenbetrag. Der kommunale Highspeed-Internetzugang treibt zudem auch die Digitalisierungsstrategie der Landeshauptstadt voran. Allein in der zweiten Ausbauphase erhalten künftig rund 21.000 zusätzliche Betriebe einen Highspeed-Datenanschluss. Die SWM und M-net bauen das Netz schrittweise aus. Begonnen haben sie in der Innenstadt und den Innenstadtrandgebieten. Seit 2016 wird der Ausbau außerhalb des Mittleren Rings fortgesetzt. Bisher haben die SWM und M-net bereits 48 Erschließungsgebiete - „Cluster“ - abgeschlossen. Für den Glasfaserausbau sind pro Jahr bis zu 50 Tiefbau-Kolonnen unterwegs. Insgesamt sind rund 500 Menschen bei den SWM und bei den beauftragten Firmen für den Netzausbau im Einsatz.



Die SWM werden das flächendeckende Glasfasernetz auch für innovative Anwendungen im Strommarkt nutzen, wie etwa intelligente Zähler, Smart-Grid-Lösungen oder Ladelösungen für E-Fahrzeuge. Die nicht selbst benötigten Leitungskapazitäten verpachten die SWM an ihre Telekommunikationstochter M-net, über deren Infrastruktur die Kunden dann Telekommunikations- und Internetlösungen von M-net oder anderen Anbietern beziehen können. Der Glasfaseranschluss selbst ist für die Gebäudeeigentümer übrigens kostenlos.



Nachdem die SWM die Glasfaserleitungen bis in die einzelnen Gebäudekeller verlegt haben, installiert M-net die technischen Komponenten, die für die Nutzung der Fasern zum Datentransfer notwendig sind, und betreibt das Netz mit Internet-, Telefon- und TV-Diensten (sowie Vernetzungsleistungen) für Privat- und Geschäftskunden. Grundsätzlich gibt es dabei zwei Anschlussvarianten: 1. Bei FTTB (fiber to the building) nutzt M-net die bereits vorhandenen Telefonleitungen im Haus. Dazu wird ein optisch-elektrischer Wandler installiert, der die Lichtsignale aus dem Glasfaserkabel in elektrische Impulse für die Kupferleitungen umrechnet. Über diese Technologie bietet M-net derzeit Anschlüsse mit Bandbreiten bis zu 300 Mbit/s. 2. Noch leistungsfähiger und zukunftssicherer ist FTTH (fiber to the home). Bei dieser Variante reicht die Glasfaserleitung bis in die Wohnung. Bislang war FTTH vor allem ein Thema bei Neubauten oder Sanierungen, doch mit steigendem Bandbreitenbedarf in allen Lebens- und Geschäftsbereichen rüsten immer mehr Eigentümer die hausinterne Infrastruktur mit Glasfaser auf. Über einen FTTH-Anschluss können M-net Kunden mit bis zu 1 Gbit/s (= 1.000 Mbit/s) surfen, streamen, spielen und arbeiten. Und für die weitere Bandbreitenentwicklung in Zukunft sind über das Glasfaserkabel nahezu keine Grenzen gesetzt.



Aktuell zählt die SWM Tochter M-net über 470.000 Kundenverträge. Im Juli 2019 wurde M-net im unabhängigen Festnetztest der Fachzeitschrift connect zum vierten Mal in Folge als bester regionaler Anbieter ausgezeichnet.

MBI/chs/13.8.2019

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