12.10.2018 - IT-Sicherheit/Cyberkriminelle finden neue Geschäftsmodelle

Cyber-Kriminelle schwenken von Erpresser-Software auf lukrativere Aktivitäten wie das heimliche Schürfen von Kryptowährungen auf fremden Computern um. Solche Geschäftsmodelle seien im Aufwind, schreibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in seinem jährlichen Lagebericht. Die Opfer bleiben zum Teil auf hohen Strom-Rechnungen für den erheblichen Energiebedarf sitzen. Das BSI ist zuständig für die Abwehr von Cyberangriffen und berät Verbände und Unternehmen.



Neue Angriffsziele entstehen mit der zunehmenden Vernetzung von Alltagsgegenständen wie Stromzähler und Heizungen oder auch von Medizinprodukten. So sei es unter Laborbedingungen etwa gelungen, Herzschrittmacher oder Beatmungsgeräte zu hacken und umzuprogrammieren, schreibt das BSI in seinem Bericht. Gleichzeitig werde gerade bei solchen Geräten oft auf eine bessere Verschlüsselung verzichtet, etwa um Ärzten im Notfall einen raschen Zugriff zu ermöglichen. Da die Gefährdungslage kritisch sei, müsse noch stärker an speziellen Sicherheitsmechanismen geforscht werden.

MBI/dpa/chs/12.10.2018

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