08.01.2019 - Baden-Württemberg/ Umweltministerium fördert Smart Grid- und Speicherprojekte

Seit 2015 unterstützt das Stuttgarter Umweltministerium mit dem Förderprogramm „Demonstrationsprojekte Smart Grids und Speicher“ Machbarkeitsstudien und Demonstrationsprojekte, die noch nicht die Marktreife erlangt haben, aber schon über die reine Entwicklung hinaus sind. Im Dezember hat der Amtschef des baden-württembergischen Umweltministeriums, Ministerialdirektor Helmfried Meinel, in Stuttgart Zuwendungsverträge in Höhe von insgesamt mehr als 1,1 Millionen Euro für drei Projekte aus dem Förderprogramm überreicht.



„Eine zukunftsfähige, klimafreundliche Energieversorgung benötigt Netze, in denen alle Marktteilnehmer - Stromerzeuger, Speicher und Verbraucher - laufend miteinander kommunizieren können“, sagte Meinel. Die Herausforderung bestehe darin, deutlich schneller als bisher eine erhebliche Menge an Informationen und Daten auszutauschen und zu verarbeiten. Nur ein intelligentes Netz könne diese Herausforderung bewältigen und Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit in der neuen Energiewelt vereinen, betonte der Amtschef des Umweltministeriums.



Mit knapp 325.000 Euro fördert das Umweltministerium das Projekt „MOBCOM“ der Hochschule Offenburg. In dessen Fokus steht die Verfügbarkeit, der Alterungszustand und die Ausfallwahrscheinlichkeit elektrischer Betriebsmittel der Nieder- und Mittelspannungsnetze. Die Hochschule will Modelle entwickeln, um aus gegebenen Daten indirekt Betriebszustände abschätzen, Netzkapazitäten voraussagen und notwendige Wartungsarbeiten vornehmen zu können.



Im Projekt „SecureEnergyProsumer“ will das Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Ulm gemeinsam mit der Hochschule Ulm und der Eberhard-Karl-Universität Tübingen eine sichere Informations- und Kommunikationsstruktur für ein dezentrales Energiesystem auf Basis von Prosumern abbilden. Damit soll das Vertrauen der Prosumer in neue Technologien und Bezahlsysteme erhöht werden. Das Ministerium gibt dafür eine Zuwendung in Höhe von fast 400.000 Euro.



Ebenfalls knapp 400.000 Euro erhält die Hochschule Aalen für das Projekt „SMASA“. Im Giengener Stadtteil Sachsenhausen (Landkreis Heidenheim) wird die Hochschule neue Geschäftsmodelle für Stadtwerke entwickeln und dabei insbesondere Bürgerenergiegenossenschaften in den Blick nehmen. Ziel dieses Projekts ist es, für alle Beteiligten größtmögliche Wirtschaftlichkeit bei gleichzeitiger Netzdienlichkeit zu erreichen und die regionalen Kunden einzubinden.



Seit dem Start des Programms im März 2015 hat das Ministerium nun insgesamt 18 Demonstrationsprojekte mit fast 5,8 Millionen Euro gefördert. Drei Projekte sind bereits abgeschlossen. Das Förderprogramm hat ein Gesamtvolumen von 10 Millionen Euro und läuft bis Ende 2019.



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MBI/chs/8.1.2019

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