02.03.2018 - Teuerung bei Importpreisen lässt nach

Die deutschen Einfuhrpreise waren im Januar um 0,7 Prozent höher als im Januar 2017. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilte, stiegen die Importpreise gegenüber dem Vormonat Dezember 2017 um 0,5 Prozent. Im November und Dezember 2018 hatte die Jahresveränderungsrate plus 2,7 bzw. plus 1,1 Prozent betragen.

Dass der Anstieg der Importpreise nachgelassen hat, liegt vor allem an der Entwicklung der Einfuhrpreise für Energie. Nachdem sich Energieimporte im November noch um rund 17 Prozent gegenüber Vorjahr verteuert hatten, betrug der Anstieg im Dezember nur noch knapp 8 Prozent. Im Januar verzeichneten die Statistiker ein Plus von 9,2 Prozent zum Vorjahr.

Importierte Vorleistungsgüter waren um 2,0 Prozent teurer als im Januar 2017. Gegenüber dem Vormonat stiegen hier die Preise um 0,8 Prozent. Im Vergleich zu Vorjahr verteuerten sich insbesondere Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen mit plus 10,2 Prozent sowie Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug daraus um plus 5,7 Prozent. Auch die Preise für Rohstoffe wie Holz- und Zellstoff (plus 14,4 Prozent), Nicht-Eisen-Metallerze (plus 8,8 Prozent) sowie für chemische Grundstoffe (plus 5,4 Prozent) lagen deutlich über denen des Vorjahres. Dagegen sanken unter anderem die Preise für Eisenerze (minus 14,2 Prozent) und elektronische Bauelemente (minus 7,3 Prozent).

Kunststoffpreise ziehen deutlich an

Bei importierten Kunststoffen kam es teilweise zu erheblichen Preissteigerungen. So verteuerten sich Polyamide (in Primärformen) gegenüber Januar 2017 um 14,4 Prozent und gegenüber Dezember 2017 um 4,3 Prozent. Polypropylen zog im Vorjahresvergleich um 9,3 Prozent an. Die Gruppe der Primärkunststoffe insgesamt verteuerte sich auf Jahressicht um 5,7 Prozent.

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