03.11.2017 - Stahleinkauf - BMW baut eigene Lieferstrukturen auf

Der Automobilhersteller BMW will die Lieferkette von der Rohstofferzeugung über die Zulieferer bis zum Autowerk transparenter machen. Für einzelne Rohstoffe baut BMW daher eigene Lieferstrukturen auf, weil nur das volle Transparenz bringe, zitiert die Wirtschaftswoche BMW-Nachhaltigkeitsmanager Ferdinand Geckeler: „Bei den ausgewählten Rohstoffen strebt BMW Zertifizierungen an, die eine saubere Herkunft garantieren.“ In den vergangenen Jahren habe BMW eine solche saubere Lieferkette für Stahl aufgebaut und sei dafür bis an den Anfang der Lieferkette gegangen: „Wir haben auch direkt mit Minenbetreibern verhandelt.“ Bei Kupfer wolle BMW ebenfalls eine eigene Zertifizierung der Lieferkette aufbauen.

Der Hintergrund für diesen Aufwand: BMW fürchtet Imageschäden durch Rohstoffe, bei deren Herstellung es zu Ausbeutung, Kinderarbeit oder Umweltzerstörung kommt. „Verstöße gegen Menschenrechte oder Umweltschutz passen nicht zu unseren Grundsätzen, nicht zum Premiumanspruch unserer Produkte und könnten zur Folge haben, dass Kunden unsere Autos verschmähen“, sagte Geckeler der Wirtschaftswoche. „Man kann Transparenz bis zur Mine herstellen“, so Geckeler. „Zwar nicht in jedem Fall, aber häufig.“

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