28.10.2019 - Importpreise steigen im September spürbar

Die Importpreise in Deutschland sind im September stärker gestiegen als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete, kletterte der Index der Einfuhrpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent. Ökonomen hatten lediglich einen Anstieg von 0,1 Prozent prognostiziert. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Importpreisrückgang von 2,5 Prozent registriert. Im Vorfeld war ein Rückgang von 3,1 Prozent erwartet worden. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnissse lag den Angaben zufolge im September um 0,4 Prozent höher als im Vormonat, während sich im Jahresvergleich ein Rückgang um 1,6 Prozent ergab.

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter lagen im Durchschnitt 1,1 Prozent unter dem Stand von September 2018 (plus 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat). Im Vergleich zum Vorjahresmonat verbilligten sich unter anderem Holz- und Zellstoff (minus 17,2 Prozent), elektronische Bauelemente (minus 10,2 Prozent) sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (minus 7,7 Prozent). Auch die Preise für chemische Grundstoffe (minus 6 Prozent) und Kunststoffe (in Primärformen, minus 7,1 Prozent) lagen deutlich unter den Vorjahreswerten. Dagegen lagen die Preise für Edelmetalle und Halbzeug daraus (plus 39,0 Prozent) sowie für Eisenerze (plus 33,3 Prozent) deutlich über dem Niveau von September 2018.

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