08.06.2018 - Deutsche Arbeitskosten ziehen im ersten Quartal stärker an

Der Anstieg der deutschen Arbeitkosten hat sich im ersten Quartal 2018 beschleunigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, legten sie um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Im Schlussquartal 2017 hatte der Anstieg nur 0,4 Prozent betragen. Im Jahresabstand lagen die Arbeitskosten im ersten Quartal um 2,3 Prozent höher. Im Vorquartal hatte sich der Zuwachs auf 1,5 Prozent belaufen.

Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Die Kosten für Bruttoverdienste erhöhten sich im ersten Quartal kalenderbereinigt um 2,1 Prozent zum Vorjahr, die Lohnnebenkosten stiegen um 2,9 Prozent.

Im Vergleich mit den anderen EU-Mitgliedstaaten lag Deutschland im Jahr 2017 mit Arbeitskosten pro geleistete Stunde von 34,50 Euro auf dem sechsten Rang. Gemessen am EU-Durchschnitt von 26,30 Euro zahlten deutsche Arbeitgeber 31 Prozent mehr für eine Stunde Arbeit.

Im Vergleich zum Vorjahr verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit kalenderbereinigt um 2,2 Prozent. In der gesamten EU betrug der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in diesem Zeitraum 2,5 Prozent. Die höchsten Wachstumsraten innerhalb der EU wiesen Rumänien (+ 14,2 Prozent) und Bulgarien (+ 11,9 Prozent) auf. In Finnland (– 0,8 Prozent) waren die Arbeitskosten rückläufig. In Frankreich fiel der Anstieg der Arbeitskosten mit + 1,4 Prozent deutlich geringer aus als in Deutschland. In Italien (+ 1,1 Prozent), Zypern (+ 1,0 Prozent) und Spanien (+ 0,8 Prozent) fiel der Anstieg der Arbeitskosten am geringsten aus.

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