08.11.2018 - Schweiz: Nur noch nachhaltige Soja für die Milchkühe

Schweizer Milchkühe erhalten künftig nur noch Soja aus nachhaltigem Anbau. Eine entsprechende Vereinbarung haben die Branchenorganisation Milch (BOM), das Sojanetzwerk Schweiz, die Vereinigung Schweizerischer Futtermittelfabrikanten (VSF) und der Mischfutterhersteller UFA unterzeichnet, wie die BOM mitteilte. Gemeinsam decken die Beteiligten den weitaus größten Teil des inländischen Mischfuttermarktes ab.

Die Unterzeichner verpflichten sich demnach, zur Milchviehfütterung lediglich Soja einzusetzen, das zu 100 Prozent den Anforderungen des Sojanetzwerks Schweiz entspricht. Mithilfe des Kodex wolle die BOM im zunehmend härter werdenden Marktumfeld für Milch und Milchprodukte ein wichtiges Differenzierungsmerkmal gegenüber der ausländischen Konkurrenz herausstreichen, hieß es. Nicht zuletzt aus diesem Grund sei die BOM dem Sojanetzwerk Schweiz beigetreten.

Das Sojanetzwerk Schweiz setzt sich für einen verantwortungsbewussten Anbau und eine nachhaltige Beschaffung von Futtersoja ein. Die Sojabeschaffer des Netzwerks importieren zu 99 Prozent verantwortungsbewusst produzierte Soja. Der Importanteil dieser Soja im Gesamtmarkt lag den weiteren Angaben nach im Jahr 2017 bei mindestens 96 Prozent. Bereits 40 Prozent der Futtersoja stammen aktuell aus Europa.

MBI/12/sru/ste/8.11.2018

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