09.01.2018 - Rekordsumme eingenommen: Boomendes Weihnachtsgeschäft in England hilft Aldi und Lidl

Die Briten haben sich die Weihnachtskauflaune nicht von wirtschaftlichen Sorgen verderben lassen. Davon haben auch die beiden deutschen Discounter Aldi und Lidl profitiert. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Kantar wurde in den zwölf Wochen per Ende Dezember die Rekordsumme von gut 1 Milliarde Pfund für Lebensmittel ausgeben. Dabei standen trotz knapper werdender Haushaltsbudgets teure Waren hoch in der Gunst der Käufer. So gaben die Verbraucher die Rekordsumme von 469 Millionen Pfund für Premium-Eigenmarken des Handels aus, wie eine Umfrage von Kantar ergab.

Die deutschen Platzhirsche Aldi und Lidl wuchsen weiter rasant und stellten dabei die heimischen Wettbewerber in den Schatten. Beide steigerten den Umsatz in der Berichtszeit um 16,8 Prozent. Eigentlich ist die Weihnachtssaison eine schwierige Zeit für Discounter. Üblicherweise verlieren sie im Vergleich zu den vorherigen Monaten im Jahr etwas an Marktanteil. Denn viele Kunden kaufen ihre "gewohnten Favoriten" eher in traditionellen Supermärkten.

Aldi und Lidl haben es dennoch gemeinsam geschafft, in den letzten drei Monaten des Jahres fast eine Million zusätzliche Kunden anzuziehen. Aldi steigerte seinen Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozentpunkt auf 6,8 Prozent. Lidl legte um 0,6 Prozentpunkt auf 5,0 Prozent zu.

Unter den vier größten Anbietern im Lebensmitteleinzelhandel in Großbritannien stach Tesco hervor. Ihr Umsatz kletterte um 3,1 Prozent, die stärkste Zunahme seit Juni. Der Endspurt änderte aber nichts an der Tatsache, dass Tesco dem Marktwachstum hinterherhinkt. Ihr Marktanteil sank um 0,2 Prozentpunkt auf 28 Prozent.

Auch die zum US-Riesen Walmart gehörende Asda, die vor allem dank umfangreicher Onlineeinkäufe in den drei Monaten 2,2 Prozent mehr umsetzte, verlor leicht und kommt nun auf 15,3 Prozent Marktanteil. Leicht davor lag zuletzt Sainsbury's mit 16,4 Prozent. Die Kantar-Umfrage basiert auf Lebensmitteleinkäufen von 30.000 demographisch repräsentativen Haushalten in Großbritannien.

MBI/DJN/ssc/9.1.2018

Weitere Plattformen der MBI Infosource