03.12.2019 - Optimismus hält an: EU-Schweinepreise legen weiter zu

Der Schlachtschweinemarkt in Europa setzt die für diese Jahreszeit ungewöhnliche Entwicklung weiter fort. Die Notierungen der verschiedenen EU-Mitgliedsländer verbuchen fast ohne Ausnahme erneut deutliche Preisanstiege, wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Nord (ISN) am Dienstag mitteilt. Die Notierungsanstiege reichen von korrigierten 4 Cent in Großbritannien bis zu 6 Cent in Belgien. Innerhalb dieser Bandbreite legten auch die Notierungen in Spanien, Deutschland, den Niederlanden und Österreich zu.

Die rückläufigen Schweineschlachtungen in den meisten EU-Mitgliedsländern bei einem gleichzeitig extrem anziehenden Absatz in Richtung China machen sich in diesem Jahr deutlich bemerkbar. Zudem zog zuletzt auch der innereuropäische Fleischhandel an und damit auch der Wettbewerb um schlachtreife Schweine. Grenzübergreifend tut sich die Fleischindustrie jedoch schwer, höhere Preise an den Lebensmitteleinzelhandel durchzusetzen.

Die dänische Notierung bleibt wie angekündigt stabil auf dem erreichten Niveau. Auch in Frankreich bewegt sich die Notierung nicht. Dort fällt das Angebot an schlachtreifen Schweinen ausreichend aus, außerdem sei für Donnerstag ein nationaler Streik mit zu erwartenden Logistikproblemen angekündigt worden.

Bedingt durch die leicht abgestufte Preisentwicklung für Schlachtschweine in den verschiedenen EU-Ländern kommt es zu Veränderungen im europäischen Preisgefüge der fünf größten Schweine haltenden EU-Mitgliedsländer. Spanien schiebt sich wieder auf den ersten Rang und verweist Dänemark auf Rang 2. Deutschland rangiert nun mit marginalem Abstand hinter Dänemark.

Am hiesigen Schlachtschweinemarkt lässt sich zu Wochenbeginn die Nachfrage nach schlachtreifen Schweinen laut der Erzeugervereinigung kaum decken. Das Kaufinteresse der Schlachtunternehmen sei ungebrochen, meldet die ISN und geht daher von einem weiteren Preisanstieg in noch zu ermittelnder Höhe aus.

MBI/12/ste/3.12.2019

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