06.12.2018 - Niederlande: Vion braucht schwerere und fettere Schweine

Der Fleischproduzent Vion benötigt ein größeres Angebot an schwereren und reiferen Schweinen, um die Nachfrage nach seinem Robusto-Schinken bedienen zu können. Denn dadurch könne bei (fetten) Schinken die höchste Qualität erzielt werden, erläuterte der Schlachtkonzern. Um das Angebot besser in Richtung schwererer und reiferer Schweine mit einer größeren Speckstärke steuern zu können, nimmt das Unternehmen der Mitteilung zufolge Anpassungen am Liefermodul Robust in seinem Good Farming Balance-Programm in den Niederlanden vor.

Eine der Anpassungen bezieht sich laut Vion auf die Auszahlungstabelle im Liefermodul Robust. Die Mäster sollen für Schweine ab einer bestimmten Speckstärke besser bezahlt werden. Darüber hinaus hat Vion in Zusammenarbeit mit Topigs Norsvin eine spezifische Gruppe Eber mit einer speziellen Genetik ausgewählt, die zu einem größeren Angebot reiferer und schwererer Schweine führen soll. Damit schaffe das Unternehmen die Grundlage für ein größeres Angebot geeigneter Rohstoffe für den Robusto-Schinken, hieß es. Die besondere Genetik dieser Gruppe Eber trage den Namen TN Robusto und sei exklusiv für Vion entwickelt worden.

Schließlich gebe es auch im Bereich des Futters entsprechende Möglichkeiten. Vion suche daher das Gespräch mit Schweinezüchtern und Futterlieferanten, damit auch über das Futter dazu beigetragen werden könne, dass sich die Schweine in Richtung eines durchschnittlich höheren Punktwerts in Sachen Speck entwickelten.

"Durch diese Anpassungen ist Vion in der Lage, das Angebot und die Premium-Qualität der Robusto-Schinken für die italienischen und spanischen Schinkenhersteller zu garantieren und sich gleichzeitig auf die wachsende Nachfrage einzustellen", sagte John de Jonge, der ab 1. Januar 2019 die Position des Chief Operating Officers (COO) bei Vion Pork von Frans Stortelder übernimmt.

MBI/12/sru/ste/6.12.2018

Weitere Plattformen der MBI Infosource