17.04.2018 - Nach Fusion: Wachstumshürden für Kraft Heinz

Der Lebensmittelkonzern Kraft Heinz wird seine Verkaufszahlen nach Abschluss der fusionsbedingten Kostenkürzungen und Rationalisierung nicht stark genug steigern können, um mit der schnell wachsenden Konkurrenz mitzuhalten. Zu dieser Einschätzung kommt die Bank Credit Suisse. Das Finanzhaus weist darauf hin, dass die Einsparungen von 1,7 Milliarden US-Dollar im Zuge der Fusion im Jahr 2015 mittlerweile abgelaufen sind.

Zudem sei das gegenwärtige Management des Konzerns nicht effizient, wenn es darum geht, auf die Forderungen der großen Lebensmitteleinzelhändler wie Walmart einzugehen. Diese verlangen von ihren Großhändlern nach mehr Preisnachlässen zur Förderung der Verkäufe, Investitionen in die Lieferketten und Wachstum bei den Warengruppen. Im Zuge seiner Einschätzung hat Credit Suisse die Gewinnaussicht für Kraft Heinz für die Jahre 2018 und 2019 unter den Marktkonsens gesenkt. Auch für die Entwicklung des Aktienkurses hat die Bank ihre Erwartungen heruntergeschraubt.

MBI/DJN/ses/17.4.2018

Weitere Plattformen der MBI Infosource