17.08.2018 - Ministerin Schulze: Dürrehilfen und Klimavorsorge müssen Hand in Hand gehen

Vor dem Hintergrund der aktuellen Dürrefolgen für die Landwirtschaft hat sich Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei einem Treffen mit Landwirten jetzt dafür ausgesprochen, die Agrarförderung so umzugestalten, "dass nachhaltiges Wirtschaften und die Anpassung an den Klimawandel finanziell gefördert wird". Nur so könnten landwirtschaftliche Betriebe langfristig krisenfester gemacht und gleichzeitig die Ziele im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz erreicht werden, erklärte die Ministerin.

Dieser Sommer habe neue Temperaturrekorde und ein neues Ausmaß an Trockenheit gebracht, sagte Schulze. Davon sei besonders die Landwirtschaft betroffen. Deshalb müssten Sofortmaßnahmen zur Bewältigung der Krise geprüft werden. Gezielte Soforthilfen und Klimavorsorge sollten aber Hand in Hand gehen, forderte die Ministerin.

Bei dem Treffen im Bundesumweltministerium (BMU) in Berlin wurden aktuelle Erfordernisse durch den fortschreitenden Klimawandel diskutiert: wie die praktische Umsetzung möglicher Klimaanpassungsmaßnahmen, wie eine standortgerechte Bewirtschaftung, eine größere Kulturvielfalt bei der Pflanzenauswahl, eine vielfältige und weite Fruchtfolge - etwa von Pflanzen, die mehr und weniger Nährstoffe brauchen. Erörtert wurde nach Auskunft des BMU ebenfalls, inwieweit der Viehbestand an die örtlich verfügbaren Futtergrundlagen angepasst werden kann. Denn dies könne die ökonomische Widerstandskraft der Betriebe gegen Extremwetterlagen verstärken, erklärte das Ministerium.

Wie das BMU feststellte, bedeutet die Zunahme von Extremwettereignissen wie längere Trockenperioden oder starke

Niederschläge eine besondere Herausforderung für die Landwirtschaft. Andererseits biete die mögliche längere Vegetationsperiode auch neue Chancen für den Pflanzenanbau, konstatierte das Ministerium. Denn Klimamodelle gehen demnach für Deutschland zukünftig von wärmeren, trockeneren Sommern und kürzeren, wärmeren Wintern aus.

MBI/12/jc/ssc/17.8.2018

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