15.05.2018 - Mehrbelastung durch Tarifabschluss: Einzelhändler Metro rutscht in die roten Zahlen

Metro ist im zweiten Quartal wegen des schwachen Russlandgeschäfts, eines teureren Tarifabschlusses bei Real sowie insgesamt sinkenden Umsätzen in die roten Zahlen gerutscht. Unterm Strich ergab sich ein Verlust von 52 Millionen Euro für den Zeitraum Januar bis März, nach einem Nettogewinn von 41 Millionen im Vorjahresquartal. Der Umsatz sank um 0,8 Prozent auf 8,45 Milliarden Euro, wie der Düsseldorfer Groß- und Lebensmitteleinzelhändler mitteilte.

Zumindest bei der Hauptzielgröße, dem operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag Metro noch im Plus. Das um den Beitrag aus Immobilientransaktionen bereinigte EBITDA sank um 13,3 Prozent auf 153 Millionen Euro.

Metro bestätigte die Jahresprognose für Umsatz und EBITDA, die das MDAX-Unternehmen am 20. April wegen des schwachen Russland-Geschäfts und eines teureren Tarifabschlusses im Real-Hypermarkt-Segment gesenkt hatte. In Russland rechnet Metro nun mit höheren Kosten für die Neupositionierung und niedrigeren Umsätzen als zuvor angepeilt, vor allem im zweiten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres. Wie angekündigt, erwartet Metro bei Real wegen des Tarifabschlusses starke Belastungen im zweiten Halbjahr, der Umsatz soll sich hier leicht verbessern.

MBI/DJN/ssc/15.5.2018

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