09.02.2018 - In vier US-Städten: Amazon testet Lebensmittel-Lieferungen am Bestelltag

Amazon testet bei seinem Tochterunternehmen Whole Foods ein neues Liefermodell. Bei diesem sollen die Kunden des Amazon-Prime-Dienstes ihre Bestellung bei der Supermarkt-Kette innerhalb von höchstens zwei Stunden geliefert bekommen. Das Modell wird in den vier US-Städten Austin, Cincinnati, Dallas und Virginia Beach ausprobiert und ist dort während der jeweiligen Öffnungszeiten der lokalen Whole-Foods-Märkte verfügbar. Der Feldversuch könnte indes nur der erste Schritt in Warenlieferungen am Bestelltag sein. "Wir gehen davon aus, dass die gesamte Whole-Foods-Kette diese Lieferart einführen wird", sagte Charlie O'Shea, Chefanalyst Einzelhandel bei der Rating-Agentur Moody's.

Der Finanzdienstleister Oppenheimer geht indes davon aus, dass Amazon mit dem neuen Liefermodell zwar sein E-Commerce-Geschäft weiter ausbauen kann, gleichzeitig die physischen Ladengeschäfte von Whole Foods aber kannibalisiert. Die Stärkung des Online-Handels mit Lebensmitteln würde zudem auch Konkurrenten wie Sprouts Farmers Market oder Kroger treffen. Profitieren von den Plänen von Amazon könnte nach Einschätzung der Analysten der Großhändler United Natural Foods, von dem Whole Foods seine Waren bezieht. Nach der Übernahme von Whole Foods durch Amazon hatte der Grossist allerdings zunächst Schwierigkeiten, den Anstieg der Verkäufe zu verarbeiten.

MBI/DJN/ses/ste/9.2.2018

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