07.08.2018 - Im Juni: Zölle beeinträchtigen US-Schweinefleischexporte

Die US-Schweinefleischexporte sind im Juni gesunken, nachdem die mexikanischen und chinesischen Zölle wichtige Abnehmer verschreckt hatten. Im Juni wurden laut dem US-Landwirtschaftsministerium insgesamt 454,3 Millionen US-Pfund Schweinefleisch ausgeführt, 12 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Exporte nach Mexiko, dem größten Abnehmer von US-Schweinefleisch, gingen demnach um 16 Prozent zurück. Die Verkäufe nach China, einem der größten Kunden der USA, reduzierten sich um 18 Prozent.

Mexiko hatte im Juni eine Abgabe von 10 Prozent auf US-Schweinefleisch eingeführt, der im Juli auf 20 Prozent kletterte. China erhebt seit April Zölle, die im Juli auf 62 Prozent stiegen. Die US-Fleischlieferungen in Richtung China und Hongkong stünden einer sehr herausfordernden Umgebung gegenüber, sagte Dan Halstrom, Präsident der U.S. Meat Export Federation. Das liege nicht nur an den Zöllen, sondern auch an der wachsenden heimischen Produktion in China.

Für das erste Halbjahr 2018 liegen die US-Lieferungen ins Ausland laut USDA noch um 6 Prozent über den ersten sechs Monaten 2017. Doch Analysten gehen davon aus, dass das Exporttempo abnimmt, wenn die Zölle ihre Wirkung zeigen.

Die US-Exporteure sollten sich Halstrom zufolge auf die Ausweitung des Handels in neuen und bestehenden Märkten konzentrieren. "Die Branche hat keine Zeit, sich mit Faktoren zu beschäftigen, die sie nicht kontrollieren kann", sagte er. In Länder wie Chile und Australien stiegen die Schweinefleischverkäufe laut USDA im Juni, obwohl sie wesentlich kleinere Mengen importieren als Mexiko und China.

Die US-Rindfleischexporte entwickelten sich dagegen besser. Der Absatz war demnach im Juni im Vergleich zum Mai weitgehend stabil. Und im bisherigen Jahresverlauf 2018 lag der Export um 15 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums.

MBI/DJN/sru/ste/7.8.2018

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