07.02.2019 - Hähnchen- und Schweinefleisch: Sinkende Preise bremsen Tyson Foods

Ein Rückgang der Hähnchen- und Schweinefleischpreise hat den Umsatz von Tyson Foods Inc. im ersten Quartal 2018/19 begrenzt. Die durchschnittlichen Preise für Hähnchenfleisch sind im Berichtszeitraum um 13 Prozent gesunken, die für Schweinefleisch um etwa 5 Prozent, wie der US-Fleischverarbeiter mitteilte. Der Gesamtumsatz blieb mit 10,19 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Vorjahr zwar unverändert, war aber schwächer als die laut FactSet von Analysten erwarteten 10,36 Milliarden US-Dollar. Die Fleischpreise wurden von einem erhöhten Angebot in den USA und Zöllen unter Druck gesetzt, wozu auch die von China eingeführten Abgaben auf US-Schweinefleischeinfuhren zählen.

Tyson berichtete zudem einen Gewinn von 551 Mio bzw. 1,50 USD pro Aktie im Quartal, das am 29. Dezember endete, verglichen mit 1,63 Mrd. bzw. 4,40 USD pro Aktie ein Jahr zuvor, als Ertragssteuer-Gutschriften das Ergebnis in die Höhe getrieben hatten. Indes übertraf der bereinigte Gewinn von 1,58 USD pro Aktie die von Analysten erwarteten 1,56 USD pro Aktie.

Der Konzern hat eigenen Angaben zufolge mit hohen Betriebs- und Arbeitskosten in den Sparten Fleisch und Fertiggerichte zu kämpfen. Der Umsatz mit Fertiggerichten sank auf 2,15 Mrd USD, wobei allerdings die operative Marge des Segments auf 12,3 Prozent stieg. Zudem hat Tyson, der größte US-Hähnchenverarbeiter, die Prognose für die Gewinnmarge im Hähnchengeschäft 2018/19 reduziert. Hintergrund sind niedrige Hähnchenpreise und höhere Futterkosten.

Das US-Unternehmen versucht demnach, in Übersee zu expandieren. Auf diese Weise solle die Abhängigkeit den Schwankungen der inländischen Fleischpreise verringert werden. Am Donnerstag wurde dann auch gleich verkündet, dass Tyson die Aktivitäten des brasilianischen Lebensmittelunternehmens BRF SA in Thailand und Europa für 340 Mio USD übernehmen werde. Die Transaktion umfasst vier Verarbeitungsanlagen in Thailand sowie je eine in den Niederlanden und Großbritannien. Tyson bekräftigte zudem ihre Erwartung, im laufenden Geschäftsjahr einen bereinigten Gewinn zwischen 5,75 und 6,10 USD pro Aktie zu erzielen.

MBI/DJN/sru/ste/7.2.2019

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