11.10.2018 - Global Coalition for Animal Welfare: Sieben Konzerne gründen weltweite Tierwohl-Initiative

Die Lebensmittelkonzerne und Food-Service-Anbieter Aramark, Compass Group, Elior Group, Ikea Food Services, Nestlé, Sodexo und Unilever haben die Global Coalition for Animal Welfare (GCAW) gegründet. Es sei die weltweit erste Initiative der Lebensmittelindustrie, die darauf abzielt, den Tierschutz weltweit voranzutreiben, teilte die GCAW mit. Die globale Plattform vereint demnach große Unternehmen und Tierschutzexperten, um die Tierschutzstandards zu verbessern und die Nachfrage der Verbraucher nach Lebensmitteln von Tieren zu befriedigen, die in Systemen aufgezogen werden, die einen guten Schutz fördern.

Die Mitgliedsunternehmen haben den weiteren Angaben nach einen Gesamtumsatz von 139 Milliarden Euro und 3,7 Milliarden Kunden pro Tag. Sie hätten sich zusammengeschlossen, um gemeinsam systemische Hindernisse für die Verbesserung des Tierschutzes zu beseitigen, die Entwicklung von Standards zu beschleunigen und Fortschritte in wichtigen Fragen des Tierschutzes voranzutreiben.

Die GCAW will den Tierschutz durch verschiedene Maßnahmen fördern. So soll eine Plattform für Lebensmittelunternehmen bereit gestellt werden, um enger mit Experten für den landwirtschaftlichen Tierschutz zusammenzuarbeiten, um gemeinsame Ziele zu ermitteln und um Verbesserungen voranzutreiben. Zudem ist die Priorisierung von Tierschutzfragen geplant sowie die Entwicklung von Roadmaps für den industriellen Wandel. Gleichzeitig sollen die Produzenten bei der Umsetzung wirksamer Tierschutzpraktiken unterstützt werden. Dritter Punkt ist die Förderung des Wissens über den Tierschutz weltweit durch Branchenkenntnisse, maßgeschneiderte Forschung und Aktionspartnerschaften.

Die GCAW-Mitglieder haben laut der Mitteilung fünf vorrangige Arbeitsschwerpunkte festgelegt: Grundsätze für eine käfiglose Tierhaltung, Verbesserung des Schutzes von Masthühnern, Schutz von Zuchtfischen, Antibiotikaresistenz sowie globale Standards für Transport und Schlachtung. In Zusammenarbeit mit einer Gruppe von multidisziplinären Experten aus Wissenschaft, Industrie und Zivilgesellschaft will die GCAW im Jahr 2019 eine Agenda für den Wandel veröffentlichen.

MBI/12/sru/ste/11.10.2018

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