05.10.2018 - Deutschland noch Nummer eins: Schweineschlachtungen in Spanien steigen

In diesem Jahr haben insbesondere Spanien, Polen, Dänemark und die Niederlande ihre Schweinebestände aufgestockt. Dennoch bleibt Deutschland bei den Schweineschlachtungen nach wie vor die Nummer 1 in Europa, wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschland (ISN) jetzt mit Bezug auf Daten von Agrarmarkt Information (AMI) in Bonn mitteilt. Demnach ist Spanien Deutschland aber "immer dichter auf den Fersen".

Nach Feststellung der Marktbeobachter animierte in diesem Jahr das verhältnismäßig hohe Preisniveau die Sauen- und Mastschweinehalter, ihre Bestände aufzustocken. Im Jahr 2017 hatte sich die europäische Schweineproduktion noch leicht rückläufig entwickelt. In Folge der gewachsenen Bestände sei im ersten Halbjahr 2018 eine deutliche Erhöhung der Fleischerzeugung erkennbar gewesen, berichtet die ISN.

Demnach war in Spanien mit einem Plus von 6 Prozent der höchste Anstieg bei den Schweineschlachtungen zu verzeichnen. In Deutschland hingegen verringerten sich die Schlachtzahlen leicht um 0,8 Prozent. Die Schlachtungen in Polen wiederum legten mit plus 5,7 Prozent deutlich zu, ebenso die Niederlande mit plus 4,5 Prozent und Dänemark mit plus 3,7 Prozent. Auch in diesen Ländern hatten die Marktbeobachter der AMI 2017 noch abnehmende Schlachtzahlen registriert. Rückläufige Schlachtungen wurden demnach 2018 außer in Deutschland nur in Italien festgestellt.

MBI/jc/ste/5.10.2018

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