05.11.2018 - BVE: Starkes Inlandsgeschäft lässt Lebensmittelhersteller wachsen

Die Nahrungsmittelhersteller in Deutschland haben im August dieses Jahres ihren Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahresmonat um 3,4 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro erhöht. Gleichzeitig stieg der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex im Vorjahresvergleich um 2,3 Prozent. Hauptursache der Zuwächse war ein starkes Inlandsgeschäft, wie die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) jetzt mitteilte. Demnach kam die Branche hierzulande preisbereinigt auf ein Plus von 3,8 Prozent. Im Export wurde mit 5,0 Milliarden Euro ein um 1,6 Prozent höherer Umsatz als im Vorjahr erreicht.

An den Agrarrohstoffmärkten entwickelte sich die Preissituation für die Unternehmen zuletzt vorteilhaft: Aufgrund des Handelsstreits zwischen den USA und China gab es im September 2018 einen nachfragebedingten Preisrückgang auf den internationalen Märkten. Demzufolge sei der Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) um 3,7 Prozent zum Vormonat und um 7,6 Prozent zum Vorjahr gesunken, gab die BVE bekannt.

Zum Geschäftsklima in der Branche berichtet der Verband von Optimismus bei den Unternehmen im Oktober. Entsprechend weise der monatlich erscheinende Ifo-Geschäftsklimaindex im gerade zu Ende gegangenen Vormonat einen Anstieg um rund zwei Punkte aus. Auch im Vorjahresvergleich war das Klima in der deutschen Ernährungsindustrie demnach deutlich besser. Besonders zufrieden zeigten sich die Unternehmen laut BVE in der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage: Mit hohen Erwartungen an die Produktionspläne, Beschäftigung und Verkaufspreise blicke die Branche zuversichtlich in die Zukunft, teilte der Verband mit. Dagegen wurden die aktuellen Produktion und die Auftragsbestände gedämpfter beurteilt.

MBI/12/jc/ssc/5.11.2018

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