13.04.2018 - Wirtschaftsjahr 2018/19: Brasilien soll weniger Mais exportieren als 2017/18

Brasilien wird im Wirtschaftsjahr 2018/19 (März bis Februar) voraussichtlich 30 Millionen Tonnen Mais exportieren und damit 3 Millionen Tonnen weniger als 2017/18. Gründe seien ein steigender Verbrauch im Inland und niedrigere Bestände am Ende dieser Saison, schreibt der Auslandsdienst des US-Agrarministeriums, FAS, in einem aktuellen Bericht. Zudem müsse Mais mit den höherwertigen Sojabohnen um die begrenzte Transportinfrastruktur in Brasilien kämpfen.

Die Maisernte 2018/19 erwartet der FAS bei 90 Mio t. Das Plus von 1 Mio t im Vergleich zur Ernte 2017/18 gehe auf das Konto einer größeren Fläche für die zweite Maisernte. Insgesamt soll sich die Maisfläche gegenüber der laufenden Saison leicht auf 16,5 Mio Hektar vergrößern. Mais profitiere von der wachsenden Sojafläche im zentralen Westen. Für eine zweite Ernte auf den Sojaflächen seien die Maispflanzen am leichtesten anzubauen. Die zweite Maisernte macht der brasilianischen Getreideagentur Conab zufolge bereits rund 70 Prozent der Gesamternte aus.

Für das laufende Wirtschaftsjahr 2017/18 sieht der FAS die brasilianischen Maisexporte bei 33 Mio t. Auf dieses Niveau hat auch das USDA seine offizielle Prognose kürzlich gesenkt. Dies spiegele die geringere Produktionsschätzung wider. Gestützt werde die Exportmenge von den Bestrebungen, die hohen Maisvorräte abzubauen. Größter Exportmarkt für brasilianischen Mais ist Iran, der im Jahr 2017 rund 16,5 Prozent der gesamten Maisausfuhren erhielt. Weitere wichtige Abnehmer sind Ägypten, Japan, Spanien, Vietnam und andere Märkte in Asien.

Die Schätzung für die Maisproduktion 2017/18 in Brasilien hat der FAS nun auf 89 Mio t reduziert, was rund 10 Prozent unter dem Volumen 2016/17 liegt. Damit sind die Marktbeobachter noch immer pessimistischer als das USDA selbst, das seine Erwartung jüngst um 2,5 Mio auf 92 Mio t gekürzt hat. Die Abstriche erklärt der FAS mit einer kleineren Fläche sowohl für die erste als auch die zweite Ernte. Zudem sollten die Erträge auf ein durchschnittliches Niveau zurückkehren. Die gesamte Anbaufläche erwartet der FAS bei 16,4 Mio ha nach 17,6 Mio ha in der Vorsaison.

MBI/12/sru/13.4.2018

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