13.11.2017 - USDA: Afrikanische Länder fahren Weizenimporte noch

Die starke Bevölkerungswachstum, die schelle Urbanisierung und die sich verändernden Geschmäcker tragen dazu bei, dass Afrika immer mehr Weizen importiert. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Lieferungen in Länder südlich der Sahara laut dem US-Agrarministerium um fast 50 Prozent erhöht. Insbesondere in Ländern wie Nigeria und Äthiopien habe der Verbrauch zugelegt, da steigende Einkommen es den Konsumenten erlaubten, von lokal üblichen Grundnahrungsmitteln auf Weizen umzusteigen. Allerdings tragen die Weizenimporte auch dazu bei, dass sich die Handelsdefizite der ärmeren Länder noch weiter vergrößern.

Im vergangenen Jahr sorgte Äthiopien nach einer schlechten Ernte mit einem Rekordtender von 1 Million Tonnen Weizen für Bewegung an den Weltmärkten. Das Land ist der zweitgrößte Weizenerzeuger des Kontinents. Doch in den meisten Ländern der Region ist das warme Klima nicht förderlich für den Weizenanbau.

Ende Oktober 2017 legte Äthiopien einen Tender über den Import von 400.000 t Mahlweizen in vier Teillieferungen zu 100.000 t auf, nachdem Anfang des Monats bereits ein gleichartiger Tender veröffentlicht worden war, wie der FAS, der Auslandsdienst des USDA, berichtete. Die Gebote werden bis zum 28. November erwartet, die Lieferung soll Anfang des kommenden Jahres erfolgen. Angesichts der Erfahrungen aus früheren Tendern gehen die FAS-Experten davon aus, dass der Großteil des Weizens aus der Schwarzmeer-Region stammen wird. Dieser Weizen ist derzeit der günstigste am internationalen Markt.

Für den Anfang Oktober aufgelegten Tender bewegten sich die in Erwägung gezogenen Offerten zwischen 278 und 302 US-Dollar pro Tonne, wie der FAS unter Berufung auf lokale Medien berichtet.

In diesem Jahr hat Äthiopien laut Daten des Hafens von Dschibuti bis Ende Oktober rund 850.000 t Weizen eingeführt. Dazu gehören mindestens auch 150.000 t US-Weizen im Wert von fast 28 Millionen Dollar, die das Land als Nahrungsmittelhilfe erhielt.

MBI/DJN/12/sru/ssc/13.11.2017

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