29.11.2018 - Trockenheit: Landwirte ernten fast 30 Prozent weniger Silomais

Die Trockenheit und die insgesamt schwierigen Anbaubedingungen in vielen Regionen Deutschlands haben sich massiv auf die Ernteergebnisse von Silomais ausgewirkt. Bundesweit ernteten die Landwirte im Durchschnitt lediglich 342,7 Dezitonnen pro Hektar, beinahe 28 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Deutsche Maiskomitee (DMK) unter Verweis auf vorläufige Daten des Statistischen Bundesamtes berichtet.

Im Jahr 2017, einem hervorragenden Jahr, hatten die Landwirte noch 474,6 dt/ha eingefahren. Aber auch gemessen am Fünf-Jahresmittel, das einen Durchschnittsertrag von 441,3 dt/ha Silomais in Deutschland ausweist, beträgt der Rückgang demnach mehr als 22 Prozent. Unter 400 dt/ha hatte der Ertrag in diesem Jahrtausend lediglich in den ebenfalls witterungsbedingt schwierigeren Jahren 2013 (389,7 dt/ha), 2010 (393,8 dt/ha) und 2006 (394 dt/ha) gelegen.

Im Ländervergleich erzielten die Landwirte in Bayern den höchsten Ertrag mit 438,8 dt/ha. 430,8 dt/ha wurden in Baden-Württemberg geerntet. In allen anderen Regionen blieben die Werte den weiteren Angaben nach unter 400 dt/ha. Besonders wenig fuhren die Landwirte in den östlichen Bundesländern ein, die vielfach nicht nur unter der Trockenheit, sondern auch extremen Problemen bei der Aussaat zu leiden hatten. In Sachsen-Anhalt waren es laut DMK 200,9 dt/ha, in Brandenburg 205,5 dt/ha, in Mecklenburg-Vorpommern 265,5 dt/ha, in Thüringen 270,6 dt/ha und in Sachsen 277,8 dt/ha.

Die Anbaufläche stieg auf Jahressicht zwar von 2,1 Mio ha 2017 auf 2,2 Mio ha, was aber die niedrigen Erträge nicht kompensieren konnte. In der Folge sank die gesamte Erntemenge für Silomais von 99,5 Mio auf 77,2 Mio t. Das entspricht dem DMK zufolge in etwa dem Niveau von 2013 (78,3 Mio t). Auch in den Jahren 2007 bis 2010 bewegte sich die Erntemenge bei rund 70 Mio t.

Bei Körnermais ist der Rückgang ähnlich drastisch, wie es weiter hieß. Der durchschnittliche Hektarertrag sank von 105,3 auf 75,3 dt/ha. Bei einer Anbaufläche von 410.900 ha ging die gesamte Erntemenge von 4,6 Mio t 2017 auf 3,3 Mio t 2018 zurück.

MBI/12/sru/ssc/29.11.2018

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