11.06.2018 - San Francisco: Prozess gegen Bayers Monsanto soll am 18. Juni starten

Am 18. Juni soll das erste Gerichtsverfahren in San Francisco gegen den US-Konzern Monsanto wegen der möglichen Krebsgefahr seines Pflanzenschutzmittels Roundup starten. Das berichtet die "Wirtschaftswoche" in ihrer nächsten Ausgabe. Der frühere Platzwart Dewayne Johnson macht das Pflanzenschutzmittel Roundup (Wirkstoff: Glyphosat) für seine Krebserkrankung verantwortlich und beruft sich dabei auf Studien der internationalen Krebsforschungsagentur IARC, so das Magazin.

Monsanto hält die Vorwürfe für falsch, verweist dabei zum Beispiel auf einen Entscheid der US-Umweltbehörde EPA. Das Gerichtsverfahren betrifft auch den deutschen Bayer-Konzern, der seit dem 7. Juni Eigentümer von Monsanto ist. Weitere Prozesse könnten folgen: Einige tausend mutmaßliche Glyphosat-Opfer haben in den USA bereits Klagen eingereicht.

In Frankreich hatten vergangene Woche bereits Imker Anzeige gegen Bayer erstattet. Wie der Branchenverband aus Aisne am Freitag mitteilte, seien Rückstände von Glyphosat im Honig gefunden worden.

MBI/DJN/ssc/11.6.2018

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